Microsoft 365 2026: Alle Pakete, Preise und wann Alternativen sinnvoller sind
Microsoft 365 bietet Word, Excel, PowerPoint und mehr im Abo. Welches Paket lohnt sich 2026 – und wann ist die Einmallizenz oder LibreOffice besser?
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Microsoft Office kennt jeder – Word, Excel, PowerPoint sind seit Jahrzehnten der Standard für Büro-Software. Seit 2013 hat Microsoft das Vertriebsmodell grundlegend geändert: Neue Features gibt es nur noch über das Abonnement Microsoft 365 (früher Office 365). Wer kaufen statt mieten möchte, bekommt mit Office 2021 eine einmalig lizenzierte, aber nicht mehr weiterentwickelte Version – die allerdings im Oktober 2026 ihr End of Support erreicht. Und dann gibt es noch die Frage: Braucht man Microsoft überhaupt – oder tun es LibreOffice und Google Docs auch?
Dieser Artikel erklärt alle Pakete, vergleicht ehrlich die Kosten und hilft dir, die richtige Entscheidung für deine Situation zu treffen.
Was ist Microsoft 365? Die Geschichte hinter dem Abo
Früher war die Welt einfach: Man kaufte Office einmalig, installierte es auf dem PC und hatte es – für immer. Office 97, Office 2003, Office 2010: Diese Versionen liefen oft noch Jahre nach dem Kauf problemlos. Dann kam 2013 Office 365, heute Microsoft 365.
Das Abonnement-Modell bedeutet: Du bezahlst monatlich oder jährlich und erhältst immer die neueste Version aller Apps. Kein Abo – keine vollständige Desktop-Version. Es gibt zwar noch Einmalkauf-Lizenzen (Office 2021), aber diese werden nicht mehr mit neuen Features versorgt und haben ein Supportende: Oktober 2026. Danach stellt Microsoft keine Sicherheitsupdates mehr bereit.
Für Microsoft ist das Modell ein finanzieller Erfolg. Für Nutzer bedeutet es: Man mietet Software, die man früher einmalig kaufte. Das ist eine fundamentale Veränderung – und erklärt, warum viele Menschen nach Alternativen suchen.
Mit AlleAbos behältst du Microsoft 365 und alle anderen Abonnements im Blick – sieh auf einen Blick, was du monatlich für Software ausgibst, und entdecke, wo du sparen kannst.
Die Microsoft 365-Pakete im Überblick
Stand: März 2026 – Preise können sich ändern. Aktuelle Preise immer auf microsoft.com/de-de prüfen.
Microsoft 365 Personal – Für Einzelpersonen
Der Einstieg in die Microsoft-365-Welt für Privatnutzer kostet rund €69 pro Jahr oder etwa €7 pro Monat bei monatlicher Abrechnung. Enthalten sind:
- Word, Excel, PowerPoint, OneNote, Outlook
- Publisher und Access (nur Windows)
- 1 TB OneDrive-Cloudspeicher
- Microsoft Teams (Privatversion)
- Nutzung auf beliebig vielen Geräten (PC, Mac, Tablet, Smartphone), gleichzeitig aktiv auf bis zu 5 Geräten
- Lizenz für eine Person
- Microsoft Copilot (KI-Assistent) in den Office-Apps, soweit im Privatplan verfügbar
Der Jahresplan ist merklich günstiger als der monatliche Plan (ca. €84/Jahr bei monatlicher Zahlung) – wer sich sicher ist, dass man Microsoft 365 dauerhaft nutzen will, sollte immer den Jahresplan wählen.
Microsoft 365 Family – Für Haushalte und Freundesgruppen
Das Family-Paket kostet rund €99 pro Jahr oder etwa €10 pro Monat und ermöglicht die Nutzung für bis zu 6 Personen. Jede Person erhält:
- Alle Apps aus dem Personal-Paket
- Eigene 1 TB OneDrive-Speicher (6 TB gesamt!)
- Eigenes Microsoft-Konto und eigene Einstellungen
Das Rechnen lohnt sich: Bei 2 Personen zahlt jeder effektiv nur €49,50 pro Jahr statt €69 – also eine deutliche Ersparnis. Bei 6 Personen kostet es pro Kopf nur noch €16,50 pro Jahr. Das ist kaum zu schlagen.
Tipp: Fragt in Familie, WG oder Freundeskreis, ob jemand Microsoft 365 teilen möchte. Die Family-Lizenz erlaubt das Teilen auch über Haushaltsgrenzen hinweg – jeder braucht nur ein eigenes Microsoft-Konto.
Microsoft 365 Business-Pakete – Für Unternehmen
Für Unternehmen gibt es gestufte Pakete. Die Preise wurden zuletzt 2023 angehoben:
| Paket | Preis ca. | Enthält |
|---|---|---|
| Business Basic | ca. €6,50/Nutzer/Monat | Web-/Mobile-Apps, Exchange, Teams, SharePoint (keine Desktop-Apps) |
| Business Standard | ca. €13,20/Nutzer/Monat | + Desktop-Apps für PC/Mac |
| Business Premium | ca. €23,10/Nutzer/Monat | + Advanced Security, Intune, Azure AD Premium |
Privatnutzer benötigen diese Pakete nicht. Sie richten sich an Firmen, die Exchange-E-Mail, SharePoint und Unternehmens-Teams-Funktionen brauchen.
Was ist enthalten – und was nicht?
Ein häufiges Missverständnis: Microsoft 365 Personal/Family enthält nicht alle Enterprise-Features. Hier ist, was Privatpakete enthalten:
Enthalten:
- Word, Excel, PowerPoint, OneNote (alle aktuellen Versionen)
- Outlook (Desktop-E-Mail-Client)
- OneDrive (1 TB Cloudspeicher)
- Teams (Privatversion für Videoanrufe mit Freunden)
- Publisher (nur Windows, für Flyer/Newsletter)
- Access (nur Windows, Datenbankprogramm)
Nicht enthalten (oft missverstanden):
- Exchange Online (Unternehmens-E-Mail mit eigener Domain) – das ist ein Business-Feature
- SharePoint – nur in Business-Paketen
- Advanced Teams-Features (Meeting-Aufzeichnung, Admin-Konsole) – Business-Pakete
- Erweiterte Sicherheitsfeatures (Intune, Azure AD) – Business Premium
- Microsoft Copilot für Unternehmen (M365 Copilot) – separates Add-on, nicht im Privatplan enthalten
Personal vs. Family: Der direkte Vergleich
| M365 Personal | M365 Family | |
|---|---|---|
| Preis | ca. €69/Jahr | ca. €99/Jahr |
| Nutzer | 1 Person | bis 6 Personen |
| OneDrive | 1 TB | 1 TB pro Person (bis 6 TB) |
| Geräte | bis 5 gleichzeitig (1 Person) | bis 5 pro Person |
| Preis pro Person (6 Nutzer) | – | ca. €16,50/Jahr |
Fazit: Ab 2 Personen, die teilen, ist Family günstiger als zweimal Personal. Ab 4 Personen ist es spektakulär günstig.
Microsoft 365 vs. Office 2021: Mieten oder Kaufen?
Das ist die zentrale Frage für viele Nutzer. Office 2021 (Home & Student) kostet einmalig rund €150 und enthält Word, Excel, PowerPoint und OneNote – aber keine Cloud-Features, keine mobilen Apps im Abonnement und keine neuen Features nach dem Kauf.
Wichtiger Hinweis: Office 2021 erreicht im Oktober 2026 sein End of Life. Microsoft stellt dann keine Sicherheitsupdates mehr bereit. Wer Office 2021 nach diesem Datum weiter nutzt, tut das auf eigenes Risiko. Eine Alternative wäre dann Office 2024, das Ende 2024 erschienen ist und einen neuen Einmalkauf-Zyklus beginnt.
| M365 Personal | Office 2021 (Home) | Office 2024 (Home) | |
|---|---|---|---|
| Preis | ca. €69/Jahr | ca. €150 einmalig | ca. €150 einmalig |
| Kosten nach 2 Jahren | ca. €138 | €150 | €150 |
| Kosten nach 3 Jahren | ca. €207 | €150 | €150 |
| Features | Immer aktuell | Fixe Version (2021) | Fixe Version (2024) |
| Cloud | 1 TB OneDrive | Nicht inklusive | Nicht inklusive |
| Mobile Apps | Vollständig | Nur lesen | Nur lesen |
| Supportende | Laufend | Oktober 2026 | Oktober 2029 |
Nach etwa 2,2 Jahren hat Microsoft 365 Personal denselben Gesamtpreis wie Office 2021 erreicht. Danach wird das Abo insgesamt teurer. Aber: Das Abo bietet ständig neue Features, 1 TB Cloud-Speicher und Mobile-Apps. Wer diese Mehrwerte nutzt, kann das Abo trotzdem rechtfertigen.
Tipp: Den 1 TB OneDrive-Speicher allein könnte man mit ca. €2/Monat (100 GB) bei anderen Anbietern kaufen. Bei M365 Personal ist 1 TB Cloud-Speicher faktisch „nichts extra" – das relativiert den Preis erheblich für Nutzer, die sowieso Cloudspeicher brauchen.
Kostenlose Alternativen: Wann Microsoft nicht nötig ist
Die gute Nachricht: Für viele Anwendungsfälle ist Microsoft Office gar nicht nötig.
LibreOffice – Die vollständige kostenlose Alternative
LibreOffice ist eine vollständige Büro-Suite, komplett kostenlos und Open Source. Sie enthält:
- Writer (Word-Alternative)
- Calc (Excel-Alternative)
- Impress (PowerPoint-Alternative)
- Draw (Zeichenprogramm)
- Base (Access-Alternative)
LibreOffice öffnet und speichert .docx, .xlsx und .pptx-Dateien – Kompatibilität mit Microsoft-Formaten ist also gegeben. Für einfache bis mittlere Dokumente funktioniert der Austausch problemlos. Bei sehr komplexen Formatierungen, Makros oder spezifischen Excel-Features kann es zu Darstellungsunterschieden kommen.
Für wen geeignet: Privatpersonen, Studenten, kleine Selbstständige, alle, die nicht auf Microsoft-Kompatibilität im Büro angewiesen sind.
Google Docs, Sheets und Slides – Kostenlos im Browser
Mit einem Google-Konto (kostenlos) erhält man Zugang zu:
- Google Docs (Word-Alternative)
- Google Sheets (Excel-Alternative)
- Google Slides (PowerPoint-Alternative)
Alles läuft im Browser, ohne Installation. Die Zusammenarbeit in Echtzeit – mehrere Personen bearbeiten gleichzeitig dasselbe Dokument – ist bei Google Docs hervorragend. Google hat die KI-Integration (Gemini) in Workspace-Dokumente vorangetrieben; manche Funktionen sind im kostenlosen Tier eingeschränkt.
Einschränkungen: Kein vollständiger Offline-Modus (eingeschränkt möglich via Chrome), keine Desktop-App, manche komplexe Excel-Funktionen fehlen.
Für wen geeignet: Teams, die zusammenarbeiten; Google-Ökosystem-Nutzer; alle, die hauptsächlich im Browser arbeiten.
Apple iWork – Kostenlos für Mac und iOS
Mac- und iPhone-Nutzer haben mit Pages, Numbers und Keynote kostenlose Alternativen:
- Vorinstalliert auf Mac, iPhone und iPad
- Öffnet Microsoft-Office-Dateien
- Gute Integration ins Apple-Ökosystem
- Weniger verbreitet in professionellen Umgebungen
WPS Office – Der Office-Klon
WPS Office bietet eine kostenlose Version, die Microsoft Office optisch sehr ähnlich ist und gute Kompatibilität mit .docx/.xlsx-Dateien bietet. Wer den Wechsel möglichst reibungslos gestalten will, findet hier eine praktische Option – allerdings gibt es eine kostenpflichtige Pro-Version, und die Datenschutzrichtlinien des chinesischen Anbieters sollte man kennen.
Für Studenten und Lehrkräfte: Microsoft 365 oft kostenlos
Wer studiert oder an einer Schule oder Hochschule lehrt, sollte unbedingt bei der eigenen Institution nachfragen: Viele Hochschulen haben Campus-Lizenzen für Microsoft 365 und stellen es ihren Angehörigen komplett kostenlos zur Verfügung.
Der Weg: Mit der Hochschul-E-Mail-Adresse auf microsoft.com/de-de/education/products/office einloggen – oft funktioniert die Freischaltung sofort.
Das spart €69–€99 pro Jahr und ist eine der am häufigsten ungenutzten Vergünstigungen im Studienalltag.
Verfolge dein Microsoft 365-Abo gemeinsam mit allen anderen Software-Abonnements in AlleAbos – so behältst du die Kontrolle über deine monatlichen Ausgaben und siehst, ob sich ein Wechsel zu einer günstigeren Alternative rechnet.
OneDrive als eingebautes Kaufargument
Wer Cloud-Speicher sowieso benötigt, sollte den OneDrive-Anteil aus den Kosten herausrechnen. Zur Orientierung (Stand März 2026, Preise können variieren):
- Dropbox Plus (2 TB): ca. €11,99/Monat
- Google One 200 GB: ca. €2,99/Monat
- iCloud+ 200 GB: ca. €2,99/Monat
- iCloud+ 2 TB: ca. €9,99/Monat
Bei Microsoft 365 Personal (ca. €5,75/Monat bei Jahresplan) ist 1 TB OneDrive inklusive. Wer diesen Speicher aktiv nutzt, bekommt die Office-Apps quasi zum Restwert. Das macht das Abo für Cloud-affine Nutzer attraktiver als es auf den ersten Blick erscheint.
Empfehlung: Wer braucht was?
| Nutzerprofil | Empfehlung |
|---|---|
| Gelegentliche Nutzung, kein Cloud-Bedarf | LibreOffice (kostenlos) |
| Hauptsächlich im Browser, Teamarbeit | Google Docs (kostenlos) |
| Regelmäßige Nutzung, 1 Person | M365 Personal |
| Mehrere Personen im Haushalt/Freundeskreis | M365 Family (teilen!) |
| Student oder Lehrkraft | Erst bei Uni/Schule fragen |
| iPhone/Mac-Nutzer mit einfachen Ansprüchen | Apple iWork (kostenlos) |
Fazit
Microsoft 365 ist ein ausgereiftes, gut integriertes Produkt – aber kein Muss. Für viele Privatnutzer sind LibreOffice oder Google Docs vollständig ausreichend. Wer das Abo wählt, sollte die Family-Variante in Betracht ziehen und das Teilen mit Freunden oder Familie aktiv nutzen – dann wird aus einem teuren Abo ein sehr fairer Deal.
Studenten sollten immer erst prüfen, ob die Hochschule Microsoft 365 kostenlos anbietet. Und wer sich fragt, ob er wirklich mieten muss statt zu kaufen: Der Einmalkauf bleibt eine ehrliche Alternative – mit Office 2024 bis Oktober 2029 mit Sicherheitsupdates versorgt. Besonders für wenig technisch affine Nutzer, die ihre bewährten Tools nicht ständig ändern möchten, ist das oft die praktischere Entscheidung.
Häufig gestellte Fragen
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